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Dr. Jens Ullrich

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Tinnitus

Mehr als jeder 10. Deutsche kennt das: Ein ständiges Pfeifen, Brummen, Zischen oder Rauschen im Ohr. Tinnitus meint solche Ohrgeräusche, welche unabhängig von der Umgebung auftreten.

Dabei kann der Tinnitus sowohl einseitig wahrgenommen werden als auch beide Ohren betreffen. Bei einem Teil der Tinnitus-Betroffenen entwickelt sich zeitgleich oder zeitlich versetzt auch eine sogenannte Hyperakusis, d.h. eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber solchen Geräuschen, welche normalerweise nicht als störend laut empfunden werden. So wird z.B. das Klirren von Glas als äußerst unangenehm oder gar schmerzhaft erlebt.
Nur ein kleiner Teil der Tinnitus-Betroffenen (etwa 2 bis 3 Personen unter 100 Betroffenen) leidet unter den Ohrgeräuschen so stark, dass die eigene Lebensqualität massiv einschränkt ist. Unter Umständen entwickeln Betroffene auch Ängste, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Depressionen als Folge des Dauertons im Ohr. Während beim sogenannten „objektiven Tinnitus“ tatsächlich ein Geräusch im Ohr vorhanden ist (z.B. aufgrund von Veränderungen der Blutgefäße), ist dies beim „subjektiven Tinnitus“ nicht der Fall.

 

Für die quälenden Ohrgeräusche gibt es sehr viele Ursachen, welche vorab von einem HNO-Arzt abgeklärt werden müssen.
Ausgangspunkt dieser Hörgeräusche (subjektiver Tinnitus) ist ein meist ein Hörverlust z.B. aufgrund eines Hörsturzes. Manchmal ist ein Disko- oder Konzertbesuch die Ursache für den Hörsturz, häufig bemerken die Betroffenen aber auch gar nicht, dass sie schlechter hören. Bei manchen Menschen tritt als Folge des Hörsturzes ein Hörgeräusch auf, was dann als sehr störend erlebt werden kann. Die Betroffenen haben z.B. Angst, nie wieder „Stille“ zu erleben, Ängste vor Kontrollverlust oder versuchen mit allen möglichen Tricks wie Watte im Ohr oder dauernder Musikbeschallung dem Ton zu entgehen. Durch manche solcher Versuche, den Ton endlich abzustellen, verstärkt sich das Problem aber eher noch.
Die Ursache der Ohrgeräusche liegt aber auch weniger im Ohr an sich als vielmehr in demjenigen Teil des Gehirns, der für das Hören verantwortlich ist. Durch die Schädigung des Innenohrs kommen manche Signale (bestimmt Tonhöhen bzw. Frequenzen) nicht mehr an den entsprechenden Nervenzellen im Gehirn an. An diesen Stellen bzw. der entstandenen „Lücke“ in der Hörfähigkeit entsteht der Tinnitus als fehlerhaftes Signal, ähnlich eines defekten Stromkabels am Lautsprecher der Stereoanlage: es brummt, knackt usw. Die Nervenzellen im Gehirn verstärken nun ihre Empfindlichkeit und versuchen so, das fehlende Signal besser zu erkennen. Dadurch verstärken sie leider aber das unerwünschte Störsignal bzw. Hörgeräusch noch weiter.

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