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Dr. Jens Ullrich

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Coaching

Coaching, Supervision, Beratung  und Psychotherapie haben trotz einiger Unterschiede auch viele Gemeinsamkeiten. Coaching arbeitet im Spannungsfeld des Individuums mit seinen beruflichen und privaten Rollen im jeweiligen sozialen Kontext bzw. System (z.B. Organisationsstrukturen). Im Mittelpunkt des Ansatzes steht ein ressourcenorientiertes  Vorgehen, welches im Sinne einer "Hilfe zur Selbsthilfe" ungenutzte Ressourcen herausarbeitet, benennt und damit nutzbar macht. Anders als eine Psychotherapie richtet sich Coaching an gesunde Individuen und arbeitet vor allem durch gemeinsame arbeitsbezogene Selbstreflexion an Themen der beruflichen Entwicklung.

Merkmale von Coachings sind:

  • Förderung einer effektiven und ökonomischen Aufgabenerfüllung durch eine Kombination aus individueller Beratung, persönlichem Feedback und praxisorientierten Trainings wie zum Beispiel System- und Interaktionsanalysen, Kommunikationsübungen , Rollenspielen, Förderung von Problemlösekompetenz und Konfliktfähigkeit.
  • Mittels personen-, prozess- und organisationsbezogenen Beratungsmethoden im beruflichen Kontext werden Potentiale  von Führungskräften und MitarbeiterInnen gefördert.
  • Durch die Anregung zur Selbstreflexion werden eigene Handlungen im sozialen und organisationalen Umfeld durchdacht und gemeinsam nach besseren Handlungsalternativen gesucht.
  • Coaching unterstützt Menschen dabei, die tägliche Arbeit und den Umgang mit KollegInnen so zu gestalten, dass nicht nur die eigenen Potentiale sondern auch die der Mitarbeiter und Kollegen erkannt und erweitert wird.

 

Coaching oder Psychotherapie?

 

Coaching ist keine Psychotherapie. Auch wenn im Coaching durchaus Techniken aus verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen eingesetzt werden (z.B. Zieldefinitionen, Problemanalyse, Kommunikations- und Beratungsmethoden, kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren, Transaktionsanalyse, Rollenspiele), richtet sich der Ansatz an "gesunde Personen“ und widmet sich überwiegend den Problemen, die aus der Berufsrolle des Individuums heraus entstehen.

Natürlich können Schwierigkeiten im Beruf  mit persönlichen Schwierigkeiten zusammenhängen, Mittelpunkt eines Coachings bleiben in der Regel aber die beruflichen Rollen eines Menschen sowie arbeitsbezogene  Thematiken. Psychotherapie dient hingegen der Bearbeitung und Lösung tiefergehender privater (z.B. familiärer oder partnerschaftlicher) und persönlicher (innerpsychischer) Schwierigkeiten.

 

Coaching setzt im Allgemeinen auch das Vorhandensein  ausreichender Fähigkeiten zur Selbstreflexion und Selbstmanagement im Sinne einer Steuerung und Veränderung des eigenen Erlebens und Handelns voraus. Hingegen sind es bei einer Psychotherapie oftmals genau diese Schwierigkeiten oder Defizite in den Selbstmanagementfähigkeiten eines Menschen, die zu psychischen Störungen wie z.B. Depressionen und Ängsten führen und schließlich eine Psychotherapie notwendig machen können.

 

Einige Praxisbeispiele:

 

 Beispiel 1: Die Führungskraft eines mittelständischen Unternehmens kommt auf Anraten der Vorgesetzten zum Coaching. Im Rahmen von persönlichen Entwicklungs- und Zielvereinbarungsgesprächen wurde der Führungskraft das Projektmanagement für die Entwicklung einer neuen Software übertragen. Da es in der Vergangenheit allerdings häufiger zu „Beschwerden“ von Mitarbeitern hinsichtlich des Führungsstils gekommen sei, soll die tägliche Arbeit und der Umgang mit den Mitarbeitern des Projektteams kritisch reflektiert und  so gestaltet werden, dass nicht nur die eigenen Potentiale sondern auch jene der Mitarbeiter und Kollegen erkannt und erweitert werden.

 

Beispiel 2: Eine Schulleiterin erhält von der Schulbehörde den Auftrag, die eigene Schule in den kommenden Jahren hinsichtlich der pädagogischen Angebote und der Inklusion behinderter Kinder weiterzuentwickeln. Es gibt einen hohen Krankenstand und wenig Beteiligung im Kollegium. Im Coaching geht es der Rektorin vor allem darum, die eigene Rolle im Rahmen der geplanten Schulentwicklung zu definieren und Lösungen für schon länger bestehende Konflikte innerhalb des Schulleitungsteams zu erarbeiten.

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