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Dr. Jens Ullrich

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Essstörungen

Viele Menschen haben ein gestörtes Essverhalten doch dies alleine gilt noch nicht als Essstörung. Allerdings ist der Übergang oft fließend. Als behandlungsbedürftige Essstörung gilt ein gestörtes Essverhalten bei dem eine dauerhafte  gedankliche und emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema „Essen“ typisch ist. Dabei kann es zu erheblichen Schwierigkeiten kommen, überhaupt ausreichend zu essen oder eben auch zu exzessiver Nahrungsaufnahme. Häufige Formen von Essstörungen sind:

• Anorexia nervosa („Magersucht“)


• Bulimia nervosa („Ess-Brech-Sucht“)


• Binge eating-Störung mit starkem Heißhunger und Aufnahme sehr großer  Nahrungsmengen


• Mischformen der oben genannten Erkrankungen


Die oben genannten Formen können schließlich auch ineinander übergehen oder sich abwechseln. Beispielsweise entwickelt sich bei einer Anorexia nervosa (Magersucht) in etwa jedem 5. Fall in der Folge eine Bulimie.

Wie läuft eine Psychotherapie bei Essstörungen ab?
Typisch für das Vorgehen in einer kognitiven Verhaltenstherapie ist grundsätzlich die ausdrückliche Berücksichtigung der Ziele, Wünsche, Gefühle und Gedanken der PatientInnen während des gesamten Behandlungsverlaufs.
Zunächst erarbeiten wir zusammen mit Ihnen in einer gemeinsamen Problemanalyse die Entstehungsbedingungen in der Lebensgeschichte sowie individuelle Ursachen und aufrechterhaltende Bedingungen. Erst wenn die Funktionalität des Essens sowohl im Hinblick auf den Umgang mit eigenen Gefühlen aber auch in ihrer Bedeutung für den eigenen Selbstwert und den Umgang mit anderen Menschen (bei Magersucht häufig auch das Thema „Nähe“) verstanden wird, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen über das weitere Vorgehen. So steht bei der Magersucht häufig ein angemessener Umgang mit der panischen Angst, dick zu werden im Vordergrund, während bei der Bulimie die Zusammenhänge zwischen Essanfällen, Angst und Schuldgefühlen und Strategien zur Gewichtsreduktion sehr zentral sind. Langfristiges Ziel ist bei allen Formen von Essstörungen ein regelmäßiges und ausgewogenes Essverhalten bei welchem das Essen weniger dem Umgang mit eigenen negativen Gefühlen dient.

Wie lange dauert eine Behandlung?
Die Dauer einer Behandlung bei Essstörungen erstreckt sich üblicherweise über 45 Stunden (einmal wöchentlich). Bestehen weitere psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen, so kann es sinnvoll sein, ergänzende Behandlungselemente zu integrieren (z.B. eine Gruppentherapie zur Verbesserung sozialer Kompetenzen).
In der modernen Medizin liegen heute für viele Erkrankungen sogenannte „Behandlungsleitlinien“ vor. Diese geben Ärzten und Therapeuten Empfehlungen zu angemessenen Therapien. In Bezug auf die Behandlung von Essstörungen wird im Rahmen der sogenannten S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Essstörungen* darauf hingewiesen, dass kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren im Rahmen wissenschaftlicher Studien eine sehr gute Wirksamkeit aufweisen.

*DGPM u.a. (Hrsg). AWMF S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie von Essstörungen. Stand 2010. Verfügbar unter: http://www.awmf.org/leitlinien.html

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